Bei ausgedehnten, schwierigen oder lang dauernden operativen Eingriffen kann es sinnvoll sein, die Behandlung in Allgemeinanästhesie durchzuführen. Hierbei unterscheidet man zwischen einer Sedierung, um die Stressbelastung für den Patienten zu reduzieren und dessen Ansprechbarkeit dennoch zu gewährleisten und die bestmögliche Zusammenarbeit mit dem Untersucher oder Behandler zu ermöglichen und einer Narkose. Sedativa sind im Allgemeinen schlaffördernd und bewirken in höherer Dosierung eine Ausschaltung der bewussten Wahrnehmung.
Die Narkose ist ein medikamentös herbeigeführter, kontrollierter Zustand der Bewusstlosigkeit. Dabei werden im gesamten Körper neben dem Bewusstsein sowohl die Schmerzempfindung, die Abwehrreflexe als auch die Muskelspannung abgeschaltet. Dies ermöglicht es dem Behandler, komplexere Eingriffe durchzuführen, als es in Lokalanästhesie möglich ist. Auch bei einer extremen Zahnarztangst kann es notwendig sein, einen Teil der Behandlung oder die gesamte Behandlung in Narkose oder Sedierung durchzuführen.
Der Patient arbeitet mit dem Narkosearzt gemeinsam für seine Sicherheit. Besonders bei ambulanten Eingriffen in Narkose ist das medizinische Team auf die Kooperation des Patienten angewiesen. Die Vorgehensweise wird in jedem Fall mit unserer niedergelassenen Fachärztin für Anästhesie abgesprochen, welche seit Jahren auf ambulante Operationen spezialisiert ist. Die Eingriffe werden in unserer Praxis durchgeführt und die Patienten werden anschließend in die häusliche Umgebung entlassen.
Auch für geistig behinderte Patienten, schwer behandelbare Kinder ab 3 Jahren und für größere chirurgische Eingriffe kann diese Vorgehensweise sinnvoll sein. In einigen Fällen werden die Kosten für die Narkose von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Narkosen auf Patientenwunsch sind Privatleistungen.
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Dr.med. Michaela Ruppe, Fachärztin für Anästhesiologie |